Inhalt
Strukturalisten, und Jeannette Fabis könnte man eine Strukturalistin nennen, untersuchen nicht so sehr die Phänomene selbst, sondern vielmehr ihre Beziehungen zu anderen vergleichbaren Phänomenen. Es ist die Suche nach ästhetischen Phänomenen, die immer wiederkehren (Spiegelungen, Rapport, Muster). Spürt man, im Rahmen einer ästhetisch sensitiven Erkenntnis die „kleinsten invariablen Einheiten“ auf, die sich wieder miteinander kombinieren lassen, wie in einer Grammatik, bei der man ohne Gefährdung des Sinns, aber nicht beliebige Variationen entwickeln kann, so lassen sich Modelle erstellen, die auf die reduzierteste, einfachste und eleganteste Weise erklären, was man in der Fülle von Welt unmöglich sehen kann. Dieser ganze Strukturalismuskomplex erklärt die unbedingte Strenge der Werke von Fabis, die „kleinsten Invariablen“, die Beziehungen der Elemente untereinander und, um dies sichtbar zu machen, den notwendigen Verzicht auf allen Dekor.
Autor

Jeannette Fabis
1967 in Heidelberg geboren, lebt in Hamburg. Studium der Anglistik und Kunstgeschichte an den Universitäten Heidelberg und Tübingen, Studium der Freien Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg.
Buch

beyond and after, Jeannette Fabis, 10 Seiten, Preis 5 Euro, Textem-Verlag 2007, ISBN 978-3-938801-43-7
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