Appel, Helene


Helene Appel


Dieser Katalog erscheint aus Anlass der Vergabe des Kaiserringstipendiums 2011 an Helene Appel und der Ausstellung vom 30.09.2011 bis zum 15.01.2012 MÖNCHEHAUS Verein zur Förderung Moderner Kunst e.V. Goslar Appel kann die Dinge nur derart präzise malen, wie sie es tut, indem sie sie genau betrachtet und sich ihnen vollkommen aussetzt – und das ist schwer genug wie Hartmut Böhme in seiner dingtheoretischen Untersuchung des Fetischs beschreibt: 'Die Dinge einfach auszuhalten, sich ihnen zu konfrontieren, sie durch alle Sinne auf uns wirken zu lassen, sie in ihrer primären Anwesenheit zu belassen und sie nicht gleich in Handlungskreise einzubauen oder rasch über sie hinzugehen, kurz: das Verweilen bei den Dingen, das weiter nichts will, als ihrer inne zu werden in einer Form gesteigerter Selbstaufmerksamkeit, ist nicht so leicht.' Die Dinge beginnen durch Appels Fokussierung zu leben. Helene Appel tauscht ihre Aufmerksamkeit und ihre Arbeitskraft gegen die individuellen Besonderheiten, die ihr der gemalte Gegenstand im Laufe der Zeit, die sie sich ihm aussetzt offenbart. Für jeden Blick und jeden Pinselstrich, die sie ihrem Motiv widmet erhält sie im Austausch die Entdeckung einer weiteren seiner Eigentümlichkeiten. (.) Auszüge aus einem Essay von Anna-Catharina Gebbers

Weitere Autorinnen:

Gebbers, Anna-Catharina

Appel, Helene

Helene Appel

Hg. Goslar Mönchehaus Museum

96 Seiten

20,00 Euro

Vergriffen

Leinenband

Design: Christoph Steinegger

ISBN: 978-3-941613-81-2

Hamburg 2011

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